von Anja Peschel

Jahresrückblick 2020

So schwer ist es mir noch nie gefallen, ein Jahr zusammenzufassen. Wir sind sehr optimistisch gestartet, mit dem Gefühl, dass 2020 ein geschäftlich sehr erfolgreiches Jahr würde. Als wir dann im März plötzlich alle an unseren heimischen Schreibtischen saßen, änderten sich die Erwartungen schlagartig. Der Dolmetschmarkt brach völlig ein, so dass wir erst einmal viele Stornierungen abzuwickeln hatten. Auch im Bereich der Übersetzungen war die Lage eine Zeit lang besorgniserregend. Es schien, als befinde sich die ganze Welt in einer Art Schockstarre.

Als dann nach und nach wieder Übersetzungsaufträge kamen, waren wir zum Glück gut gerüstet: Die morgendliche Besprechung findet seitdem nicht mehr gemeinsam in einem Raum im Stehen, sondern über Video-Call statt, und die VPN-Verbindungen zum Server funktionieren so gut, dass wir zu Hause genauso effizient arbeiten können wie im Büro. Dennoch war die Freude groß, als wir uns über den Sommer auch wieder im Büro treffen durften. Die kurzen Gespräche zwischen Tür und Angel und der Plausch in der Kaffeeküche hatten doch sehr gefehlt.

Als klar wurde, dass Präsenzveranstaltungen so schnell keine Option sein würden, begannen wir gemeinsam mit unseren Kunden, digitale Alternativen zu entwickeln. Das reichte von der Verdolmetschung vorproduzierter Produktpräsentationen bis zum Konsekutivdolmetschen über Zoom und Simultandolmetschen aus dem Hub. Einige dieser Formate werden sicher über die Pandemie hinaus interessante Wege bleiben, um Kunden rund um die Welt relativ einfach und preisgünstig zu erreichen. Gleichzeitig wird auch die Sehnsucht nach persönlichen Begegnungen immer stärker. Ich denke, wir haben alle gelernt, welche Vorteile digitale Kommunikationswege bieten und in welchen Bereichen wir auf persönliche Treffen auf Dauer dennoch nicht verzichten wollen.

Aber auch wenn vieles durcheinander geht, fügen sich doch manchmal die Dinge fast von selbst: Nachdem unsere Projektmanagerin Victoria Klotz sich entschieden hatte, noch einmal zu studieren, kam Simone Ruiz Anderer nach einem Auslandsaufenthalt wieder nach Freiburg zurück. Ein Jobsharing der beiden Projektmanagerinnen lag nahe und ist für alle Beteiligten die ideale Lösung.

Im Führungsteam ging es auch dieses Jahr wieder um Zertifizierungen. Die Vorbereitung für die ISO 9001-Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements läuft auf vollen Touren, Stichtag für die Erstzertifizierung ist im März 2021.

Unser Engagement für Nachhaltigkeit haben wir auch in diesem Jahr fortgesetzt. Mit Beitritt zur WIN-Charta, dem Nachhaltigkeitsmanagement-Systems des Landes Baden-Württemberg haben wir das nun auch offiziell gemacht.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass wir dankbar sind, dieses Jahr einigermaßen unbeschadet überstanden zu haben und gesund geblieben zu sein. Und dass wir es kaum erwarten können, diese beiden positiven Aspekte gemeinsam zu feiern, sobald es wieder möglich ist.

In diesem Sinne wünschen wir allen Partnern und Freunden gutes Durchhalten!

 

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