Von Anja Peschel

Jahresrückblick 2019

In diesem Jahr drehte sich bei Peschel Communications viel um die Verbesserung interner Abläufe. Personeller Wechsel im Projektmanagement mit dem daraus folgenden Onboarding für neue Mitarbeiter*innen brachte uns dazu, den einen oder anderen Prozess genauer zu definieren. Als dann im Juli der Audit für die ISO 17100-Zertifizierung anstand, zeigte sich schnell, dass wir dank der umfangreichen Vorbereitung bereits alle wesentlichen Punkte erfüllten. Von der Qualifizierung der Mitarbeiter*innen über die Abläufe im Projektmanagement bis zur Qualitätssicherung unserer Übersetzungen hatte der Auditor nichts zu beanstanden.

Außerdem war 2019 das Jahr der Rekorde:

Ein Übersetzungsprojekt mit 24 (!) Sprachen ging glatt über die Bühne. Das Peschel Communications Projektmanagement ließ sich auch von nachträglichen Änderungen am Ausgangstext, von dem aus in alle 24 Sprachen übersetzt wurde, nicht aus der Ruhe bringen. Die Broschüre für Eltern, die Familien mit Migrationshintergrund helfen soll, sich im deutschen Schulsystem zurechtzufinden, wurde neben den „üblichen“ Sprachen Französisch, Italienisch und Spanisch auch in Paschtu, Farsi und viele anderen Sprachen übersetzt.

Auch im Bereich Konferenzdolmetschen haben wir mit acht Zielsprachen einen Rekord gebrochen. Die zweitägige Konferenz für Vertriebsmitarbeiter*innen eines mittelständischen Familienunternehmens wurde von 16 Konferenzdolmetscher*innen aus dem Englischen ins Deutsche, Französische, Spanische, Italienische, Portugiesische, Chinesische, Russische und Thailändische gedolmetscht. Dank der frühzeitigen Planung und engen Zusammenarbeit mit dem Kunden konnten wir auch für die ausgefalleneren Sprachkombinationen hochkarätige Simultandolmetscher*innen buchen.

Ein weiteres Novum war, dass wir eine Praktikantin betreuten, die im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit ein Projekt zur Terminologie im Bereich Speichertechnologie bei Peschel Communications durchführte. Nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss konnten wir sie als neue Mitarbeiterin im Bereich Übersetzen und Terminologie gewinnen.

Persönlich habe ich in diesem Jahr relativ viele Einsätze als Konsekutivdolmetscherin gehabt. Von Audits über Zeugenbefragungen bis zu Patientengesprächen konnte ich – nur mit Block und Stift ausgerüstet – die Verständigung sichern. Diese Art von Einsätzen sind häufig sehr intensiv und erfordern menschliches Einfühlungsvermögen, wodurch sie oft lange nachhallen.

Das Thema, das dieses Jahr die gesamte Weltöffentlichkeit bewegt hat, hat auch uns mitgerissen: Schon seit Jahren beziehen wir unseren Strom von den Schönauer „Stromrebellen“ und fast alle kommen mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Wir unterstützen das Projekt „Solar-Energie für Afrika“ und sortieren natürlich unseren Müll. Im Rahmen der Klimaaktionswoche spendeten wir einen Tagesgewinn an das Baumpflanzprojekt „Plant for the Planet“. Es ist auch kein Zufall, dass wir so gerne im Bereich der erneuerbaren Energien übersetzen und dolmetschen. Doch über den Beitrag auf persönlicher Ebene hinaus war uns auch wichtig, ein Umdenken in Politik und Öffentlichkeit zu fordern, und so war das gesamte Peschel-Team bei der Klimastreik-Demo am 29. September mit dabei; das Büro blieb deshalb für einige Stunden geschlossen.

Im November machten Ellen Göppl und ich uns auf den Weg zum BDÜ-Kongress. Der alle zwei Jahre stattfindende Kongress des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer lockte über 1.000 Teilnehmer*innen aus 25 Ländern nach Bonn. Über drei Tage gab es ein dicht gepacktes Programm: von sehr technischen Themen bis hin zu Soft Skills, zu denen auch Peschel Communications mit zwei Workshops beitrug. Die durchweg optimistische Stimmung des Kongresses trägt uns in Richtung auf ein neues – und bestimmt wieder sehr aufregendes – 2020.

 

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